David Hume – Reichtum für die Individuen, nicht für den Staat

 

David Hume wurde am 07. Mai.1711 in Edinburgh geboren. Der Sohn eines Landadligen studierte von 1723 bis 1725 Jurisprudenz, brach das Studium allerdings ab und widmete sich der Philospohie. Zwischen 1734 und 1737 entstanden die anfangs wenig beachteten Bücher „A Treatise of Human Nature (Abhandlung über die Natur des Menschen)“.

David Hume formulierte zwar keine zusammenhängende wirtschaftswissenschaftliche Theorie, sondern lieferte lediglich Bausteine, die aber eine geschlossene Theorie hätten ergeben können. Darin hat David Hume viel von seinen Vorgängern übernommen, deren Theorien er zusammenfasste und durch eigene Überlegungen erweiterte.

Im Gegensatz zu den Merkantilisten ging David Hume von einem anderen Ziel wirtschaftlichen Verhaltens aus: Zwar wird auch hierbei die Anhäufung von Reichtum angestrebt, aber dieser Reichtum sollte nicht dem Staat, sondern den Individuen gehören. Zudem sollte dieser Reichtum durch die Arbeit erzielt werden und nicht wie bei den Merkantilisten auf dem Außenhandel beruhen oder wie bei den Physiokraten auf dem Boden.

Allerdings überschätzte David Hume die Arbeit als Faktor; Smith übernahm später diese Überschätzung der Arbeit. David Hume ist außerdem Vertreter der Quantitätstheorie des Geldes, die er weiterentwickelte. David Hume erkannte, dass nur das im Umlauf befindliche Geld über den Geldwert befindet. Würde nämlich Geld gehortet, wäre es für den Wirtschaftskreislauf irrelevant und könnte deshalb nicht zum Geldwert hinzugerechnet werden.

Ebenso verhält es sich mit der Warenmenge, die aus dem gleichen Grund auf das Handelsvolumen reduziert werden muss. Erwähnenswert ist noch, dass sich David Hume für einen Freihandel aussprach, da dieser seiner Meinung nach förderlich sei für den Wohlstand der Nationen. Auch galt für David Hume der nationale Wettbewerb als wichtiger Faktor für wirtschaftliche Entwicklung; dieser Wettbewerb solle möglichst frei sein.