Francois Quesnay – Die Darstellung der Wirtschaft als Blutkreislauf

 

Francois Quesnay wurde am 04. Juni 1694 in Méré bei Versailles geboren und starb am 16. Dezember 1774 in Versailles. Der Sohn eines Kleinbauern kam im Alter von 16 Jahren zu einem Wundarzt in die Lehre und studierte neben einer Lehre als Kupferstecher in Paris Medizin und ließ sich als Chirurg in der Nähe von Paris nieder.

Medizinische Schriften und ärztliches Können machten ihn bekannt; Francois Quesnay wurde Leibarzt erst eines Herzogs, ab 1749 der Favoritin des Königs, der Marquise de Pompadour und endlich auch des Königs selbst. Seine Wohnung im Palast von Versailles wurde zum Treffpunkt für Philosophen, Ökonomen und andere Wissenschaftler.

Seine wirtschaftstheoretischen Neigungen entdeckt Francois Quesnay erst spät, aber vielleicht ist die Idee, die Wirtschaft als Kreislaufsystem zu beschreiben, seiner Erstprofession zu danken, die Analogie zwischen Blutkreislauf und Wirtschaftskreislauf liegt nahe. Die naturrechtlichen Aspekte des physiokratischen Denkens gehen vornehmlich auf Francois Quesnay zurück. Im Gegensatz zu Rousseau sieht Francois Quesnay in einer naturrechtlich verfassten Gesellschaft keine Nachteile gegenüber einem hypothetischen Urzustand, da diese das Naturrecht auf Eigentum absichert.

Auch die wichtigste analytische Neuerung der Physiokraten geht auf Francois Quesnay zurück: Das "Tableau économique". Das intrasektorale Kreislaufmodell beschreibt die Geld- und Güterströme zwischen den Sektoren Landwirtschaft (produktiver Sektor), Landeigentümer (distributiver Sektor) und sterilem Sektor (Kaufleute, Handwerker usw.).

Francois Quesnays Vorstellung: Es gibt eine Umwandelbarkeit seiner Ordnung. Das physikalische Gesetz und das moralische Gesetz ergeben zusammen das Naturgesetz, die die bestmöglichen Gesetze darstellen. Diese wandte Francois Quesnay auf die Gesellschaft an, z.B. auf das Eigentum, er stütze sich also auf den monarchischen Absolutismus. Die Landwirtschaft nahm bei Francois Quesnay eine zentrale Stellung ein, Francois Quesnay kannte nur einen Produktionsfaktor und das war der Boden.

Die Grundzüge seines ökonomischen Schemas waren die größte Befriedigung mit geringstem Aufwand bzw. der geringsten Arbeitsmühe. Das Hautproblem ist also ein Maximumproblem. Die Maximierung der Bedürfnisse ist dann erreicht, wenn jedes Mitglied sein individuelles Selbstinteresse ungehindert verfolgen kann, als Bedingung nannte Francois Quesnay den vollkommenen Wettbewerb, was von den nicht-sozialistischen Anhängern übernommen wurde, die sich selbst "die Ökonomen" nannten.