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Die Methoden der Folter gehören zu den dunkelsten Kapiteln der Menschheitsgeschichte. Bei ihren einzelnen Techniken und Ausübungen sind der Perversion menschlicher Phantasie wohl keine Grenzen gesetzt. Folter gab es bereits schon in frühgeschichtlichen Hochkulturen. Ja, es wird sogar schon in der Steinzeit über Folter berichtet. Eine Zeitepoche, in der die Folter eine erneute Blütezeit erlebte, war auf den Fall das Mittelalter. Geschichtlich ist wird diese Zeitspanne, die auch als Zeit des Feudalismus betitelt wird, zwischen dem fünften und 16. Jahrhundert angesiedelt. Die Gesellschaft war vorwiegend von der Naturalwirtschaft geprägt. Diese funktionierte so: Der überwiegende Teil arbeitete als Bauern ohne Besitz. Mächtige Gutsherren verwalteten die von den Bauern bestellten Grundstücke. Diese Gesellschaftsform machte die Bauern abhängig und die Gutherren reich. Nicht selten wurde diese Form der Macht brutal missbraucht und die Werkzeuge der Folter waren eine gesellige Begleiterscheinung dieser Herrschaftsform.
Auch die katholische Kirche hat sich zu dieser Zeit ordentlich ausgetobt. Gerade bezüglich der Hexenverfolgung wurde die Folter äußerst gerne angewandt, um die Frauen und Mädchen zu den unglaublichsten Geständnissen zu zwingen. Eigens hierzu wurde eine besonders grausame Methode entwickelt. Unter dem Namen „Spanischer Bock“ versteht man folgende unglaublich menschenverachtende Vorgehensweise. Die Frauen und Mädchen wurden mit gespreizten Beinen auf einen Metallspitzen versehenen Holzbock gefesselt, die mit Gewichten beschwert wurden. Durch den steigenden Druck nach unten, zerquetschten sich die Sexualorgane langsam von selbst. Zahllose Folteropfer starben somit an den tiefen Wunden der Genitalien oder Verdauungsorgane. |
Auch der Nürnberger Teller, der meist von zwei Folterknechten ausgeführt wurde, brachte die Folteropfer zum Reden. Sie wurden an Armen und Beinen auf einen sich drehenden Teller gefesselt, der zum Rotieren gebracht wurde. Durch Orientierungslosigkeit und Erbrechen sollten die Folteropfer zum Reden gebracht werden. Zumindest eine körperliche Unversehrtheit konnte in den meisten Fällen bei dieser Foltermethode garantiert werden. Das Mittelalter kannte aber noch weitere schreckliche und menschenverachtende Foltermethoden, die es an Grausamkeit nicht fehlen lassen. Streckbank, aber auch psychische Methoden wie Schlaf- oder Nahrungsentzug gehörten zu den gängigen Formen, um den Gefangenen Geständnisse zu entlocken. Ob diese der Wahrheit entsprachen oder nur Mittel zum Zweck einer Verurteilung waren, kümmerte die Richter der damaligen Gerichtshöfe wenig. Meist sprachen sie eigens „Recht“ und taten damit großes Unrecht. |