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Hexenverbrennungen fanden von der frühen Neuzeit (15.-17. Jahrhundert) bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts statt, wobei die erste Hexenverbrennung laut Aufzeichnungen 1272 in Toulouse stattfand. Es war die gängigste und zugleich grausamste Methode, Frauen, aber auch Männer, denen vorgeworfen wurde, mit dem Teufel im Bunde zu stehen, hinzurichten. Vermutlich fielen den abscheulichen Hexenverbrennungen bis zu 60.000 Menschen zum Opfer. Die angeblichen Hexen wurden auf einem Holzhaufen an einen Pfahl gefesselt. Dieser wurde im Laufe des abscheulichen Rituals entzündet und die so hingerichteten Menschen verbrannten bei lebendigem Leib. Als Gnadenakt der Hexenverbrennung galt es, das wehrlose Opfer zuvor zu erdrosseln oder ihm ein Pulversäckchen um den Hals zu binden. Letzteres sollte den Tod durch Ersticken beschleunigen. Thomas von Aquin legte mit seinem bedeutenden Satz „Accipere fidem est voluntatis, sed tenere fidem iam acceptam est necessitatis“ übersetzt „Die Annahme des Glaubens ist freiwillig, den angenommenen Glauben beizubehalten notwendig“ den Grundstein für die mittelalterliche Inquisition. Das somit ausgesprochene Todesurteil für Ketzer und anders gläubige Menschen während des Mittelalters zeigte sich in Europa vor allem durch die Methode der Hexenverbrennung von einer sehr abscheulichen Seite. Wieder einmal lieferte die Katholische Kirche höchstpersönlich die Grundlage für die Verfolgung und Hinrichtung von Millionen Männern, Frauen und sogar Kindern. Man glaubte, das weder christliche Gebete noch Exorzismen den Hexen etwas anhaben könnten. Einzig und allein Hexenverbrennungen seien die einzige Gegenwaffe, um es mit den Teufelsverbündeten aufzunehmen. Massenhinrichtungen waren zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts keine Seltenheit. Aber auch der weltlichen Gewalt diente die Hexenverfolgung als willkommenes Mittel, sich unliebsamer Rebellen zu entledigen. Wer damals für unbequem galt, wurde unter Folter zu den haarsträubensten Geständnissen gezwungen, die es den Richtern ermöglichten, die Angeklagten zur Hexenverbrennung zu verurteilen. Sogar Tiere wurden der Hexerei beschuldigt und im Ritual der Hexenverbrennung dem Feuer übergeben. |
Diese äußerst grausame und brutale Hinrichtungsmethode fand ihr Ende zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Zu Beginn der Industrialisierung wollte man sich nicht länger solchem Irrglauben hingeben. Die Hexenverbrennung wurde nach Jahrhunderten voller Qualen in Europa für immer abgeschafft. |