Kreidezeit - Massensterben der Dinosaurier und Bildung der heutigen Kontinentalstruktur

 

Die Kreidezeit ist das jüngste erdgeschichtliche Zeitalter am Ende des Mesozoikmus, auch Erdmittelalter genannt. Die Kreidezeit ist sowohl in die Obere als auch in die Untere Kreidezeit eingeteilt. Sowohl die Ober- als auch die Unterkreidezeit unterteilt sich selbst noch einmal in sechs verschiedene Zeitalter. Sie begann nach dem Jurazeitalter vor etwa 145 Millionen Jahren und verabschiedete sich vor etwa 65 Millionen Jahren. Mit ihrem Ende läutete sie die Erdneuzeit, auch Känozoikum genannt, ein. Zu den berühmtesten Ereignissen in der Kreidezeit gehört das Massensterben der damaligen Tierwelt, zu deren Aufsehen erregenden Vertretern die Dinosaurier gehörten.

 

Es gibt viele Spekulationen, was zu der Ausrottung dieser Lebewesen während der Kreidezeit geführt haben mag. Vermutungen über den Aufprall eines riesigen Kometen, dessen aufgewirbelter Staub die Sonne verdunkelte und somit gleichermaßen Pflanzen und Tiere sterben ließ, bis hin zu einer unerklärlichen Klimaveränderung gehören zu den Begleiterscheinungen und Geheimnissen der Kreidezeit. Ebenfalls haben sich während der Kreidezeit auch die Kontinente in ihrer heutigen Form gebildet haben. Als die Pangäa, auch Superkontinent genannt, durch Erdverschiebungen auseinanderbrach, sind die einzelnen Erdteile entstanden.

Die Kreidezeit war somit ein Zeitalter, das sehr viel Veränderung mit sich brachte. Gesteine der Kreidezeit sind heute noch in der Gegend Rund um Hannover zu betrachten. Auch im nördlichen Harz bis hin zum Teutoburger Wald stößt man auf die Relikte dieser erdgeschichtlichen Urzeit. Zu den berühmtesten Zeugen der Kreidezeit gehört der Kreidefelsen auf der Insel Rügen.

In der Vegetation der Kreidezeit stieß man überwiegend auf Baumfarne, Ginkgos, Nadelbäume und Riesenfarne. Die ersten strauchigen Blütenpflanzen erblickten ebenfalls das Sonnenlicht und Laubbäume wie Ahorn, Eiche oder Wallnuss erschwerten den Nadelbäumen eine weitere Ausdehnung. Aus der Kreidezeit stammen die meisten Überreste von Dinosauriern, die in Deutschland gefunden wurden. Besonders häufig stieß man auf Spuren und Skelettreste des pflanzenfressenden Dinosauriers Iguanodon. Der Riesenvegetarier erreichte eine Höhe von bis zu 5 Metern. Funde von Fossilien aus dieser Zeit belegen auch die Existenz von Raubsauriern wie dem Megalosaurus sowie Meeressauriern oder Krokodilen. Doch die Vorherrschaft dieser Riesenechsen fand mit dem Ende der Kreidezeit ihr eigenes. Unter welchen Umständen das Massenaussterben einsetzte, bleibt bis heute ein gut gehütetes Geheimnis jener Zeit, und der Wissenschaft bleibt nichts weiter als die Theorie übrig.