Der Mauerbau in Berlin - Eine innerdeutsche Teilung

 

Der Mauerbau begann in Berlin am 13. August 1961 und wurde von der DDR als propagierter „imperialistischer Schutzwall“ errichtet. Mit dem Mauerbau wurde die Stadt in West-Berlin und den Ostteil der Stadt geteilt. Somit war auch der komplette Westteil Berlins vom Staatsgebiet der DDR umgeben. Während ihrer 28 Jahre galt sie als bekanntestes Symbol für den Kalten Krieg zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion. Nach dem Mauerbau starben insgesamt acht Grenzpolizisten und 190 Zivilisten im Grenzgebiet der Berliner Mauer. Die Todesopfer wurden beim Fluchtversuch über die Grenzgänge der Berliner Mauer von Ost nach West erschossen.

Der Plan zum Berliner Mauerbau war ein Staatgeheimnis der DDR. Dennoch gab es im Vorfeld viele Anzeichen für ihre Errichtung. Gerade in den letzten Tagen vor Baubeginn flüchteten viele Ostberliner in den von den Amerikanern besetzten Westen. Die Mauer wurde termingerecht zum 13. August von Bauarbeitern, die von der Nationalen Volksarmee und der Volkspolizei bewacht wurden, errichtet. Man schien es sehr eilig zu haben, denn der Mauerbau wurde schnell durchgeführt. Zwar fuhren bis September des Jahres 1961 noch die S-Bahnen durch beide Teile der Stadt, die Strecken fanden aber bereits im Oktober des selbigen Jahres ihr Ende in sogenannten Geisterbahnhöfen. Kurz nach dem Mauerbau bis zum September 1961 wagten 85 Sicherheitskräfte die Flucht nach West-Berlin. Außerdem gab es in dieser kurzen Zeit insgesamt 216 erfolgreich geglückte Fluchtversuche von insgesamt 400 Ostberlinern. Zu den berühmtesten Fotos zu dieser Zeit nach dem Mauerbau gehört das des jungen Grenzpolizisten Conrad Schumann. Es zeigt, wie Schumann in der Bernauer Strasse den Stacheldraht überspringt, um in den Westen zu flüchten.

Bundeskanzler Konrad Adenauer rief nach dem Mauerbau die westliche Bevölkerung von Berlin zur Besonnenheit auf. Einzig und allein der damalige amtierende Bürgermeister Willy Brandt protestierte energisch gegen die endgültige Teilung der Stadt. US-Präsident J.F. Kennedy äußerte sich zum Mauerbau folgendermaßen: „Keine sehr schöne Lösung, aber tausendmal besser als Krieg.“

Ihr Ende fand die Berliner Mauer in der Nacht vom 8. November. Zur Öffnung der Mauer führten die Massendemonstrationen in den einzelnen ostdeutschen Städten in der Wendezeit und die Forderung nach Reisefreiheit der Bürger in der damaligen DDR.