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Sicherlich hat sich jeder schon einmal gefragt, wie Unterwäsche im Mittelalter aussah. Aus welchen Material war sie und wie oft wechselte man die Unterwäsche im Mittelalter? Da Wolle zu kratzig war, bestand Unterwäsche im Mittelalter meist aus Leinen. Baumwolle kannte man ja in Europa noch nicht und es war nur den Männern vorbehalten, Unterhosen zu tragen. Da man Frauen als „unsauberes Geschlecht“ betrachtete, durften sie keine Unterhosen tragen. Büstenhalter, die um die Brüste gebunden wurden oder Unterröcke waren für Frauen erlaubt und wurde von ihnen auch getragen. Sie waren aber immer sehr einfach gehalten. Und da die Herstellung von Unterwäsche im Mittelalter eine teure Angelegenheit war, blieb sie meist nur Adligen vorbehalten. Korsetts allerdings sind eine Mode, die erst zu Anfang des 18. Jahrhunderts in der Damenwelt auf bevorzugte Beliebtheit stoßen durften. Da man die Korsetts der damaligen Zeit auch nicht waschen konnte, werden sie strenggenommen nicht als Unterwäsche angesehen. Ein wichtiges Element der Damenunterbekleidung, die Strapse, fehlte ebenfalls. Die Unterwäsche im Mittelalters war daher sehr dürftig, weder verspielt noch neckisch. Diese Charaktereigenschaften erhielt sie erst einige Jahrhunderte später. |
Sicherlich hatte die Unterwäsche im Mittelalter nicht den Tragekomfort unserer heutigen Kleidung. Es gab weder Gummizüge noch elastische Stoffe. Die Unterwäsche im Mittelalter war sehr schlicht und hatte eine reine Gebrauchsfunktion. Sie war weder mit Spitze noch aufwendigen Stickereien versehen, sondern in den meisten Fällen sehr einfach gehalten. Somit erfüllte die Unterwäsche im Mittelalters auch keinerlei Reizfaktor und das Ausziehen wurde als Hindernis empfunden und nicht als Vorspiel des Sexualakts. Sie musste sich als pflegeleicht erweisen und auch bei hohen Hitzegraden in den Wäschereien nicht eingehen.
Auch im Mittelater hat man Trachtenmode getragen. |