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Wird Abnehmen bald kinderleicht? Es ist sicher der Traum vieler: Schlemmen ohne Sünde, Köstlichkeiten essen ohne mit Angst an die Waage denken zu müssen. Die gute Nachricht: Eine „Impfung“ mit Botenstoffen des Immunsystems könnte verhindern, dass sich überflüssige Pfunde ansammeln und Übergewicht die Folge ist. Die schlechte: Bislang funktioniert es nur bei Mäusen. Das Immunsystem ist das Schutzschild des Körpers und bekämpft Viren, Pilze, Bakterien und sogar entartete Zellen. Jedoch leidet das Immunsystem bei Übergewicht. Die Schutzschildfunktion wollen sich jetzt französische Wissenschaftler zunutze machen und erforschen, ob sich die Abwehrkräfte des Körpers auch für den Kampf gegen eine der großen Zivilisationskrankheit nutzen lassen: Übergewicht. Dazu wurden Mäuse künstlich in die Fettsucht getrieben wurden, indem die Versuchstiere große Mengen Glutamat in ihrem Futter verabreicht bekamen. Glutamat ist ein weit verbreiteter Geschmacksverstärker, der vielen Nahrungsmitteln in geringer Menge zugesetzt wird. Übergewicht kann so forciert werden. |
Durch die hohe Dosierung veränderte sich eine bestimmte Regionen im Gehirn, die den Appetit steuert, sodass die Nager in kurzer Zeit ihr Körpergewicht um 28 Prozent erhöhten. Eine andere Gruppe erhielt dagegen zusätzlich eine einzelne Injektion mit Interleukin-7, einem Botenstoff des Immunsystems. Dieser Botenstoff gehört zu den sogenannten Zytokinen, die als Wachstumsfaktoren im Körper wirken. Die Wissenschaftler entdeckten dabei eine bisher unbekannte Funktion des körpereigenen Stoffs: Interleukin-7 scheint den Teil des Hirns, das für den Appetit zuständig ist, zu beeinflussen. Anders als die fettsüchtigen Mäuse der Kontrollgruppe nahmen die „geimpften“ Labornager nicht zu und zeigten auch keine Veränderungen im Hypothalamus. Übergewicht hatte so keine Chance. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass Interleukin-7 eine zentrale Rolle für die Regulierung des Körpergewichts spielt. |