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In der Baha'i-Religion wird der Fortschritt der Menschheit als organischer Prozess angesehen, bei dem es nicht nur darum geht, die materiellen Lebensbedingungen zu verbessern. Gerade auch das geistige Leben benötigt heutzutage neuen Aufschwung, da die alten großen Weltreligionen nicht allen jungen Menschen besonders in der westlich orientierten Welt noch etwas vermitteln können. Zwar bestätigt die Baha’i Vision den geistigen Kern der bisherigen Hochreligionen und schätzt sowohl Moses, Christus, Buddha oder Mohammed als Religionsstifter. Dennoch besinnt sich die Baha’i Vision auf neue Impulse, abgepasst an unsere Umwelt und Probleme, seien sie sowohl aus dem persönlichen oder gesellschaftlichen Bereich.
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Ihren Ursprung hat die Baha’i Vision in den Schriften von Bahá'u'lláhs, Von seiner Anhängerschaft sind diese Maifeste durchaus mit denen der Bibel oder des Korans vergleichbar. In der Baha’i Gemeinschaft stehen sowohl das Gemeindeleben als auch weltweite Aktivitäten im Vordergrund. Man ist sich seiner weltlichen Verantwortung für sich und andere bewusst. Die Baha’i Vision hat daher eine grundtendenziell friedliche Ausrichtung und erklärt die momentanen menschlichen Verwirrungen als Entwicklungsprozess, der aber am Ende zu einer zufriedenen Gesellschaft führen kann. Die Erlangung des inneren als auch gesellschaftlichen Frieden ist eines der wichtigsten Themengebiete, mit der sich die Baha’i Vision befasst. Fehlende ethische Grundlagen, Rassismus, der enorme Unterschied zwischen Arm und Reich, Materialismus, die Unterdrückung der Frau, Nationalismus und Unwissenheit, religiöser Streit und Verständigungsschwierigkeiten werden in der Baha’i Vision als Nährboden, auf dem immer wieder Konflikte und Kriege entstehen, angesehen. In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Gemeinden, die nach den Grundprinzipien der Baha’i Vision ihr Leben gestalten. Zu einer der Größten gehört die Gemeinde in München. |