Geisterjäger - Ein Beruf wie jeder andere?

 

Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Geisterjäger ist eindeutig John Sinclair aus der gleichnamigen Hörspielserie. Wem dieser Geisterjäger zu Leibe rückt, der hat wenig zu lachen. Aber auch die Geisterjäger aus dem Spielfilm „Ghostbusters“ genießen einen hohen Bekanntheitsgrad. Doch was hat es mit dem Beruf des Geisterjägers auf sich. Gibt es Geister wirklich oder sind seine reine Fiktion einer Phantasiewelt oder dürftige Erklärungen für nicht einzuordnende Naturphänomene?

Mit dieser Frage befassen sich die verschiedensten Menschen nun seit Jahrtausenden. Schon in den Hochkulturen der alten Ägypter oder Majas spielten Geister und Dämonen eine wichtige Rolle. Zwar können heutzutage die meisten Geistererscheinungen wissenschaftlich erklärt werden und in vielen Fällen handelt es sich eindeutig um Naturphänomene, Tricks oder technische Fehler, dennoch bleibt eine nicht gewisse Dunkelziffer an gespensterhaften Erscheinungen, für die es keine Erklärung gibt, übrig. Wer allerdings schon einmal mit einem solchen Gespenst konfrontiert wurde, ist meist so angstbesetzt, dass er gerne einen Geisterjäger engagiert. In der Stadt Edinburgh, die als heimliche sogenannte Geisterzentrale gilt, fand 2001 unter der Anleitung des berühmten Geisterjägers Dr. Richard Wiseman eine wissenschaftliche Geisterjagd statt. Die Geisterjäger fanden heraus, dass man in den Gewölben, in denen es am meisten spukt, auf ein verändertes Magnetfeld trifft. Diese Abweichung könnte daher für die geisterhaften Erscheinungen verantwortlich sein. Professor Michael Persinger von der Laurentian University in Kanada unterstützt die These seines englischen Kollegen. Beide vermuten, dass das veränderte Magnetfeld Einfluss auf das menschliche Gehirn hat. Eine erhöhte Tast- und Sinneswahrnehmung täuscht das reale Wahrnehmungsvermögen und es kommt zu diesen Spukerscheinungen. Gerade in Großbritannien berichten viele Menschen von diesen gespenstischen Erscheinungen.

Was genau aber ein Geisterjäger zur Bekämpfung macht, bleibt Berufsgeheimnis. Nicht selten sind die selbsternannten Geisterjäger auch Parapsychologen, die sich eher um die Psyche des Opfers kümmern, als wie im Film Ghostbusters den Gespenster mit Schaumkanonen zu Leibe zu rücken.