|
Das Turiner Grabtuch gehört zu den berühmtesten Grabtüchern der Welt. Viele gläubige Menschen verehren das Turiner Grabtuch als Heiligtum des christlichen Glaubens. Sie gehen davon aus, dass es sich bei dem Turiner Grabtuch um das Leichentuch von Jesus Christus handelt. Wissenschaftler hingegen vermuten, dass es sich um ein Leichentuch aus dem Mittelalter handelt. Es zeigt einen Menschen, der die für eine Kreuzigung typischen Merkmale aufweist und eine Dornenkrone trug. Die Christen gehen davon aus, dass der darauf abgebildete Körper nicht der Leichnam Jesus ist, sondern das Werk eines genialen Fälschers. Nur ein Künstler verfügte zu dieser Zeit über die Gabe und das Wissen, eine solche Fälschung zu vollbringen. Leonardo Da Vinci stand lange Zeit im Verdacht, das Turiner Grabtuch gefälscht zu haben. Die Radiokohlenstoffdatierung ergab aber eindeutig, dass das Turiner Grabtuch lange vor Da Vincis Geburt bereits existierte, und ungefähr 1390 entstanden sein muss. Leonardo erblickte das Licht der Welt erst im Jahre 1452. |
Die Ungereimtheiten um das Turiner Grabtuch gehen aber weiter. Eine weitere Hypothese nimmt an, dass das Leichentuch von dem nach einer Folterung 23. Großmeister der Tempelritter Jakob von Molay stammt. Dies würde auch die einer Kreuzigung ähnlichen Foltermerkmale erklären. Dennoch, jeder Versuch von Seiten der Wissenschaftler, die Rätsel um das Turiner Grabtuch vollständig aufzudecken, bringt neue Vermutungen und Erkenntnisse mit sich. Bis heute sind Professoren auf der ganzen Welt damit beschäftigt, mehr über die Entstehung des Turiner Grabtuches zu erfahren. Es wird sowohl über Möglichkeiten des Ursprungs gerätselt, auch sucht man anhand von wissenschaftlichen Tests nach Erklärungen für die Abbildung, die nach dem Glauben der Christen ein Negativ des schmerzerfüllten Gesichtes von Jesus zeigt. Ob jemals die Echtheit des Turiner Grabtuches wirklich eindeutig und ohne Zweifel nachgewiesen werden kann, bleibt ungewiss. Aber manchmal ist es ja bekanntlich nicht die Wissenschaft sondern der Glaube, der Berge versetzt. |